Der Globale Klimastreik am 25.09.2020 startet vor dem Braunschweiger Schloss um 16 Uhr. Haltet Abstand und tragt Masken! Bringt alternativ Topfpflanzen mit Forderungsschildern auf den Platz.

Liebe Interessierte,

wie sicherlich bereits bekannt ist, findet am Freitag der nächste globale Klimastreik statt. Es geht in Braunschweig am Schlossplatz um 16:00 los! Wir Scientists sind wieder mit unserem großen Banner dabei und laden alle herzlich ein mitzumachen. Es wird verschiedene Mitmach-Aktionen und ein Bühnenprogramm geben.

Bitte beachtet, dass es für die Demo ein Hygiene-Konzept gibt. Bitte tragt jederzeit eine Maske, haltet Abstand und folgt den Anweisungen der Ordner (m/w/d).

Warum die bisherige Klimaschutzpolitik gescheitert ist und was wir besser machen können. Ein Vortrag von Professor Jürgen Kuck am 06.10.2020 um 18 Uhr.

Spätestens seit dem Gipfeltreffen in Rio 1992 gibt es eine globale Klimaschutzpolitik. Seitdem haben die globalen CO2-Emissionen um mehr als 50% zugenommen. Als Meilensteine der Klimaschutzpolitik gelten das Kyoto-Protokoll von 1997 und der Beginn des Treibhausgasemissionshandels in der EU 2005. In der Entwicklung der globalen Emissionsmenge schlagen sich diese Vereinbarungen aber nicht nieder.

Jürgen Kuck ist Professor für Energiemanagement, Abgasreinigungstechnik, Gastechnik und Thermodynamik an der Fachhochschule Ostfalia und dort der Vorsitzende des Beirates für Energie- und Gebäudetechnik.

Fusion von Wasserstoff – Energie der Zukunft oder ewiger Traum? Ein Online Vortrag von Dr. Adrian von Stechow, am 12.10.2020 um 18:00.

Kernfusion verspricht durch ihre nahezu unbegrenzten Brennstoffvorräte und gute Umweltverträglichkeit ein sicherer Energieversorger der Zukunft im Zusammenspiel mit erneuerbaren Energien zu werden. Die physikalischen und technologischen Herausforderungen auf dem Weg zu einem Fusionskraftwerk sind allerdings vielfältig, und der Entwicklungsstand derzeit noch auf der Schwelle zwischen Grundlagenexperimenten und ersten Prototypen energiegewinnender Reaktoren.


Nach einer Einleitung in die Grundlagen der Kernfusion und Plasmaphysik stellt Adrian von Stechow vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald das Fusionsexperiment Wendelstein 7-X vor, eine Anlage vom Typ “Stellarator” mit Schlüsselfunktion zur Demonstration des Dauerbetriebs bei fusionsrelevanten Parametern, und bettet diese in den aktuellen Entwicklungsstand der Kernfusion weltweit ein.

Dr. Stewoch arbeitet Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald und forscht am Wendelstein 7-X, einem Fusionsreaktor welcher auf dem Stellaratorprinzip basiert.

Um an dem Vortrag teilzunehmen bitte auf diesen Link klicken: [Link wird am 12.10.2020 bekannt gegeben].

Circular Economy – Läuft die Zukunft rund? Ein Online-Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Christoph Herrmann. Live am 23.07.2020 um 18.30 Uhr

Ein Online-Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Christoph Herrmann

Live am 23.07.2020 um 18.30 Uhr

Solange Ressourcen in unendlicher Menge vorkamen, preiswert waren und keine dramatischen Umweltauswirkungen verursacht haben, war der Ansatz der „Wegwerfgesellschaft“ (produzieren, nutzen, wegwerfen) erfolgreich. Doch seitdem nicht-erneuerbare Rohstoffe (u.a. Mineralien, fossile Brennstoffe) durch das weltweit steigende Bevölkerungs- und Wohlstandswachstum nicht mehr endlos zur Verfügung stehen und die Gesellschaft ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit entwickelt hat, wird die Notwendigkeit einer Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) deutlich. Die Circular Economy ermöglicht durch eine längere Produktnutzung oder Wiederverwendung von Produkten, Komponenten oder Rohstoffen eine Kreislaufführung der begrenzten Ressourcen.           

Schaut euch den Online-Vortrag an und stellt eure Fragen rund um das Thema live direkt an Prof. Dr.-Ing. Christoph Herrmann.

Informationen darüber wo ihr euch für den Vortrag einwählen könnt findet ihr hier https://www.s4f-bs.org/events/

Freitag der 3.7.20, Protest mit Sicherheitsabstand gegen„Kohleausstiegsgesetz“ um 14 Uhr auf dem Schlossplatz. In wie weit es in Zeiten einer Pandemie verantwortungsbewusst ist zu demonstrieren, muss jeder Mensch mit sich selbst ausmachen.

Morgen, Freitag der 3.7., findet um 14:00 eine Sitzdemo (mit Sicherheitsabstand) auf dem Schlossplatz statt. Es wird gegen das „Kohleausstiegsgesetz“ protestiert, dass morgen im Bundestag diskutiert wird und einen Ausstieg erst im Jahre 2038 vorsieht. Weitere Informationen zu Demo und Gesetz findet ihr auf den Seiten von Fridays for Future und eine Stellungnahme der Scientists for Future Deutschland unter https://www.scientists4future.org/defizite-kohleausstiegsgesetz-kvbg-e/.

„Die aktuellen Pläne der Bundesregierung und der RWE sehen eine Fortführung der Kohleverstromung bis 2038 vor. […]

Zahlreiche Studien belegen, dass ein schnellerer Kohleausstieg bis 2030 möglich wäre (z.B. Oei et al. 2019, Kittel et al. 2020, Oei et al. 2020c). Vor diesem Hintergrund kommt Verheyen (2020) zu dem Schluss, dass der “Reduktionspfad der Bundesregierung – niedergelegt im Klimaschutzgesetz und dem KVBG-E [Kohleverstromungsbeendigungsgesetz … ] aus völkerrechtlicher und grundrechtlicher Perspektive nicht ausreichend” ist.“

In wie weit es in Zeiten einer Pandemie mit fast 9000 Toten in Deutschland und über 500.000 Toten weltweit verantwortungsvoll ist zu demonstrieren, muss jede Person für sich selbst entscheiden. Es werden sich viele Menschen in an einem Ort befinden, was die Ausbreitung des Virus begünstigen kann.

Jedoch können Kohlekraftwerke nicht nur klimaschädlich sondern auch gesundheitsschädlich sein. Kohlekraftwerke erzeugen neben CO2 auch Partikel wie zum Beispiel Ultrafeinstaub im Nanometerbereich. Es besteht der Verdacht, dass einige Partikelarten von Kohlekraftwerken Krankheiten wie Lungenkrebs fördern könnten:
„A global perspective on coal-fired power plants and burden of lung cancer“

Klima-Wende-Zeit. Warum wir auch bei Entwicklungshilfe und Ernährung umdenken müssen – Online-Vortrag und Diskussion mit Dr.-Ing. Andreas Pfennig am 15.07.2020 um 18:30

Klima-Wende-Zeit. Warum wir auch bei Entwicklungshilfe und Ernährung umdenken müssen – Vortrag und Diskussion mit Dr.-Ing. Andreas Pfennig
Die Weltbevölkerung wächst rasant. Das verschärft die Herausforderungen beim Klimawandel. Um diese zu meistern, müssen wir neben der Energiewende auch bei Entwicklungshilfe und Ernährung umdenken. Damit uns diese Einsicht persönlich bewegt und politische Kraft gewinnt, müssen wir persönlich begreifen, worauf es ankommt.

In dem Vortrag werden unsere Zukunfts-Optionen anschaulich beschrieben und daraus nachvollziehbar ein erfolgreicher Pfad in die Zukunft abgeleitet. So wird klar, was wir warum tun müssen. Es ergibt sich eine Gebrauchsanleitung für unsere Erde.

Andreas Pfennig ist Professor für Verfahrenstechnik an der Université de Liège, Belgien. In seiner Forschung beantwortet er Fragen zum Design und zur Optimierung von Prozessen, beispielsweise in der Chemischen und Pharmazeutischen Industrie. Besonderer Fokus seiner Forschung ist in den letzten Jahren die Entwicklung von biobasierten Prozessen. Seit über zehn Jahren beschäftigt er sich mit Nachhaltigkeit und engagiert sich aktuell bei den Scientists for Future.

Der Vortrag findet online am 15.07.2020 um 18:30 statt. Der Link wird am 15.07.2020 hier und auf https://www.s4f-bs.org/events/ bekannt gegeben.

„Klimaschutz – Antworten aus der Wissenschaft“ „Warum wir eine nachhaltige Digitalisierung brauchen“ mit Felix Sühlmann-Faul

Live am 07.07.2020 um 18.30 Uhr

Digitalisierung ist der größte Trend unserer Zeit. Durch ihren Einfluss werden täglich Dinge möglich, die bis vor kurzem unmöglich erschienen. Doch Wenigen ist bewusst, dass das einen Preis besitzt. Denn Nachhaltigkeit ist dabei selten ein Thema. Und dass das direkt mit dem Klimawandel zu tun hat, wird uns Felix Sühlmann-Faul* in einem spannenden Vortrag zeigen.

Einer der größten Einflüsse auf unsere Gesellschaft ist die Digitalisierung. Sie bietet uns einerseits Risiken wie erhöhten Energie- und Rohstoffverbrauch, andererseits aber auch Chancen: Zum Beispiel ist die Energiewende ohne digitale Technologie nicht umsetzbar. Daher braucht es eine Lenkung der Digitalisierung. In diesem Vortrag wird gezeigt, wie Digitalisierung Nachhaltigkeit erzeugen kann, wo dieser Zusammenhang scheitert und was für eine nachhaltige Digitalisierung passieren muss.           

Schaut euch den Online-Vortrag an und stellt eure Fragen rund um das Thema live direkt an Felix Sühlmann-Faul: https://webconf.tu-bs.de/luk-vdy-grx

*Freier Techniksoziologe, Speaker, Berater und Autor

Mitglied des Arbeitskreises zur Konzeption des Fortbildungsmoduls Digitalisierung und Nachhaltigkeit der DIHK

Berater des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für den Sonderpreis Digitalisierung

Projektbeirat der Studie „Kompetenzanforderungen für Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung im Kontext der Digitalisierung“ des Bundesinstituts für Berufsbildung und des Bundesamts für Bildung und Forschung

Kernfusion: Schlüsseltechnologie gegen den Klimawandel? – Prof. Hartmut Zohm (Max-Planck-Institut)

Prof. Dr. Hartmut Zohm, Leiter des Bereichs Tokamak-Szenario-Entwicklung am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik hält einen Vortrag zum Thema „Kernfusion und die Relevanz für den Klimawandel“ für die Public Climate School im Sommersemester 2020. Prof. Zohm ist die Koryphäe im Bereich der deutschen Fusionsforschung. Er ist ebenfalls aus seinen Beiträgen zum YouTube-Kanal ‚Urknall, Weltall und das Leben‘ bekannt: https://www.youtube.com/user/UrknallW….

In diesem Interview beantwortet Prof. Zohm Fragen zu den Grundlagen der Kernfusion und wie diese mit dem Klimawandel zusammenhängt.“

Das Interview führte ein Mitglied von Students for Future aus Braunschweig.

„Klimaschutz – Antworten aus der Wissenschaft“ Erfahrungen als E-Mobilist und Prosumager

Die Scientists for Future Braunschweig starten ihre Vortragsreihe 2020 Digital zum Thema „Klimaschutz – Antworten aus der Wissenschaft

Erfahrungen als E-Mobilist und Prosumager

Ein Online-Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Bernd Engel

Die Veranstaltung fand live am 26.05.2020 um 18.30 Uhr statt.

Klingt futuristisch, jedoch hat uns die Zukunft längst eingeholt! Wie es wirklich ist nur selbst erzeugte Energie zu verbrauchen und damit das Klima zu schützen, erzählt uns Bernd Engel mit Eindrücken aus seinem Leben und der Forschung in einem anschaulichen Vortrag.

Bernd Engel beschäftigt sich nicht nur als Professor im Institut elenia an der TU Braunschweig in Forschung und Lehre mit der Systemintegration der erneuerbare Energien, von Speichern und der Elektromobilität, sondern versucht auch in seinem Privatleben, weitgehend auf erneuerbare Energien und Elektromobilität umzustellen. In seinem Neubau installierte er eine 20 kWp-Photovoltaikanlage und einen großen Batteriespeicher, um damit den Strom für den Haushalt seiner Familie, die Wärmepumpe und sein Elektroauto zu erzeugen. In seinem Vortrag geht er auf die Technik seines „Energieplus“-Hauses ein, welches doppelt so viel Energie im Jahr ins Netz einspeist wie es aus dem Netz verbraucht, ein. Mit der realisierten Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität lässt sich ein privater Beitrag für den Klimaschutz erreichen.           

Die Folien des Vortrages können hier heruntergeladen werden (PDF):